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Danzig ArtikelDieser Artikel behandelt die polnische Stadt Danzig. Für die gleichnamige Metal-Band siehe Danzig (Band).
Danzig (polnisch Gdańsk ['gdanʲsk], kaschubisch Gduńsk) ist eine polnische Hafenstadt und ehemalige Hansestadt. Es liegt westlich der Weichselmündung in der historischen Landschaft Pommerellen und ist Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern. Die Stadt hat 461.400 Einwohner (2001). Zusammen mit Gdynia und Sopot bildet Danzig den Ballungsraum Dreistadt mit mehr als 1.035 Tausend Einwohnern.
Buch-Tipp: Das große Wimmelbilderbuch. Durch Stadt und Land. Maxiausgabe (Bilderbücher) Der Kauf hat sich gelohnt! Ich finde das Buch toll. Es ist schön gezeichnet, besonders die Personen in ihren Tätigkeiten. Es sind wirklich hunderte kleine Geschichten in diesem Buch versteckt. Ab und zu ist die Geschichte der Bilder ein wenig verrückt, aber ich finde das eher positiv. So kann man seiner Phantasie freien lauf lassen, zB woher... |
Buch-Tipp: Der König der purpurnen Stadt. wundervolle Lesestunden auf beinahe 1 Tausend Seiten!!! Rebecca Gable führt durch einige Jahre des Londoner Jonah Durham. Dieser wird trotz aller Schwierigkeiten mit seinem Vetter Rupert Hillock, der auch sein Lehrherr ist, zu einem angesehenen und reichen Tuchhändler - auch Dank seiner guten Verbindung zu dem Hof und dort speziell zu Königin Philippa.... |
Antike und Völkerwanderung | |
Die Gegenden um Danzig und der Weichsel an der Ostsee wurden von Tacitus, Ptolemäus und anderen Geschichtsschreibern als Teil Magnae Germaniae erwähnt.
Jahrhunderte von Fischersiedlungen entlang der Ostsee, vom gotischen Geschichtsschreiber Jordanes als Gotiscandca (Gotische Küste) genannt, gehen der späteren Stadt Danzig voraus.
Buch-Tipp: Deutschlands Gebietsverluste 1919-1945. Handbuch und Atlas Ein Atlas zu dem fortschreitenden Vaterlandsmord an Deutschland Deutschland hatte in der Folge zweier Weltkriege den Verlust großer Gebiete zu beklagen, der meist ganze Provinzen oder große Teile davon betraf - stellvertretend genannt seien hier Posen, Westpreußen, Elsaß-Lothringen, Schlesien, Ostpreußen und Pommern. Daneben waren es aber immer... |
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Eine slawische Ansiedlung mit Namen Gydanncyz wurde erstmals in der Vita des Adalbert von Prag erwähnt, die kurz nach dessen Tod 997 verfasst wurde. Es wird darin berichtet, wie Adalbert mit Soldaten des Bolesław I. Chrobry in der Gegend von Danzig zur Ostsee vordrang, um die Pruzzen durch Taufe zu erobern.
1180/81 wurde das Kloster Oliva durch von Westen kommende Zisterzienser gegründet und 1224 erfolgte nahebei die Stadtgründung Danzigs mit Lübischem Stadtrecht.
1309 wurde Danzig dem deutschen Orden übertragen.
Danzig war Mitglied der Hanse und nahm seit 1361 an den Hansetagen teil. Es blieb bis zu dem letzten Hansetag in dem Jahr 1669 Teil der Hanse, die jedoch seit dem Ende des 15. Jahrhunderts stets unbedeutender wurde.
Zusammen mit Elbing und Thorn war Danzig die führende preußische Hansestadt.
1470 wurde die Peter von Danzig, ein ursprünglich französisches Schiff, als erster großer Kraweel der Hanse für Kriegszwecke ausgerüstet.
Buch-Tipp: Die Blechtrommel. keine NS-Schilderung, sondern Alltag in dem NS Dieses Buch beschreibt sehr gut, wie es passieren konnte, dass die meisten Deutschen zur NS zeit einfach weggeschaut haben. Das Leben ging weiter, auch wenn das Regime wechselt und die Menschen haben ihre eigenen kleinben Probleme, sodass sie lernen wegzuschauen - oder vieles auch einfach nicht mitbekommen.... |
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Von 1454 bis 1792 war die Stadt Danzig ein autonomer Stadtstaat innerhalb des zu dem Königreich Polen gehörenden so genannten Königlichen Preußens und zugleich, da unmittelbar an der Weichselmündung gelegen, wichtigster polnischer Handelshafen.
Buch-Tipp: Die Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz Eine wahrhaftig wunderschöne Libeserklärung ans Lesen! Ich muss zugeben, "Die Stadt der träumenden Bücher" ist das erste Buch, das ich von Käpt'n Blaubär-Erfinder Walter Moers gelesen habe. Lange stand ich in dem Buchladen dafür und überlegte mir, ob ich es kaufen soll. Schon die Umschlagsgestaltung gefiel mir dann doch so gut, dass ich das Buch... |
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1793 mußte Danzig die Eigenständigkeit als Stadtstaat aufgeben und wurde vom Staat Preußen annektiert. 1807 bis 1813 war es mit Unterstützung Napoleons "Freie Stadt Danzig".
1814 wurde die Teilung Polens durch den Wiener Kongress bestätigt.
Danzig wurde wiederum Preußen zugesprochen und Hauptstadt der Provinz Westpreußen.
Langenmarkt und Rathaus um 1895
Langenmarkt und Rathaus 2004
Buch-Tipp: Hundejahre. Roman Mehr als ein Scheuche an der Chaussee nach Stutthof Wer Grass liest, der läßt sich auf vieles ein und nicht ca. der eine oder andere Kritiker hat doch schon mal verzweifelnd eines seiner Bücher beiseite gelegt, aber was soll`s?Hier im dritten Band seiner Danziger Trilogie geht es nocheinmal rundumedum, wie der Süddeutsche sagen würde. Und... |
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Mit dem Vertrag von Versailles 1919 wurde Danzig mit umliegendem Gebiet vom Deutschen Reich getrennt und zu einem unabhängigen Staat, der Freien Stadt Danzig erklärt, die allerdings unter Aufsicht des Völkerbunds stand. Da diese Entscheidung nicht von einer Volksabstimmung abhängig gemacht wurde, sahen viele Deutsche das vom US-Präsidenten Wilson geforderte Selbstbestimmungsrecht der Völker verletzt.
Die Freie Stadt Danzig bestand damals aus den Städten Danzig und Zoppot sowie den kleinen Städten Tiegenhof, Neuteich, Oliva und Ohra, wobei Neuteich und Tiegenhof in dem Danziger Werder bzw in dem Kreis Großes Werder liegen. Die Einwohnerschaft der Stadt bestand zu über 97 Prozent aus Deutschen; die polnische Minderheit besaß eigene Schulen und ein Vereinswesen; außerdem lebten in Danzig vor 1939 Kaschuben und Russen. Unter den Einwohnern fanden sich auch zahlreiche Juden, die nach 1938 zu dem überwiegenden Teil enteignet und deportiert wurden.
Danzig hatte in der Zwischenkriegszeit nach einem anfänglichen Wirtschaftsaufschwung erhebliche Probleme, bedingt durch die Zollgrenzen zu Deutschland, die globale Wirtschaftskrise und eine wenig entwickelte Industrie.
Der Hafen und der Zoll sowie die internationalen Eisenbahnverbindungen - jedoch nicht die Straßenbahn und Kleinbahnen in dem Freistaatgebiet - wurden unter polnische Verwaltung gestellt. Die Republik Polen legte in dem Danziger Hafen (Westerplatte) ein Munitionslager an und stationierte dort Militär. Desweiteren war es Polen zwecks Verbindung des Hafengebiets mit Polen erlaubt, eine Post- und Telegrafenverwaltung, das so genannte "Polnische Postamt" in dem Hafengebiet einzurichten, dieses dehnt Polen jedoch (entgegen den Regelungen des Versailler Vertrags) auf den gesamten Freistaat Danzig aus.
Diese problematischen Verhältnisse, die Anlass für viele - unbeachtet gebliebene - Beschwerden von der Freien Stadt Danzig an den Völkerbund waren, schufen unter der Bevölkerung Ressentiments gegen Polen, die den Nationalsozialisten ca. willkommen sein konnten.
Mitte 1933 kam die NSDAP an die Macht, musste sich aber wegen der internationalen Kontrolle bis 1936/37 mit Oppositionsparteien abfinden, die bei den Volkstagswahlen von 1935 trotz Wahlbeeinflussungen eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Nationalsozialisten klar verhindern konnten.
Nachdem Hermann Rauschning 1933/34 als Senatspräsident eine Annäherung zu Polen versuchte, blieb sein Nachfolger Arthur Greiser auf Distanz und führte die Freie Stadt Danzig in zunehmende (auch finanzielle) Abhängigkeit vom Deutschen Reich; Ende August 1939 erklärte sich Gauleiter Albert Forster selbst zu dem Staatsoberhaupt und verfügte am 1. September 1939, nach dem die deutschen Streitkräfte das polnische Munitionsdepot auf der Westerplatte angegriffen hatten, den Anschluss Danzigs ans Deutsche Reich.
Buch-Tipp: Katz und Maus. Die Geschichte eines Adamsapfels Goethe fordert: Die Novelle soll eine Geschichte über eine unerhörte Begebenheit sein. Diesem Anspruch wird die Novelle ,,Katz und Maus" von Günter Grass in jedem Fall gerecht.
Denn sie ist nicht ca. eine Geschichte über einen von der Gesellschaft ausgegrenzten Jungen, sondern vielmehr eine über dessen übergroßen... |
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Juden und Polen wurden entrechtet, viele von ihnen kamen, unter anderem in dem Konzentrationslager Stutthof östlich von Danzig, ums Leben.
Danzig wurde Ende März 1945 von der Roten Armee eingeschlossen und erobert. Während und nachdem Einmarsch wurde die Innenstadt (bestehend aus Rechtstadt, Altstadt, Vorstadt und Niederstadt) geplündert, in Brand gesteckt und schwer zerstört.
In den ersten Nachkriegsmonaten wurden die meisten in Danzig verbliebenen Deutschen von den russischen und polnischen Behörden - zu dem Teil gewaltsam - vertrieben.
Buch-Tipp: Katz und Maus. SZ-Bibliothek Band 3 Jugend während des Krieges Katz und Maus erzählt die Geschichte von Mahlke, einem Jungen der aus zweierlei Gründen aus den Gleichaltrigen heraussticht. Er hat einen sehr ausgeprägten Adamsapfel und kann ungewöhnlich lange unter Wasser bleiben. Ersterer gibt dem Roman seinen Namen, der Adamsapfel wird stets wieder als Maus genannt, die Mahlke... |
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Die Danziger Rechtstadt sowie zahlreiche Baudenkmäler der Altstadt wurden in Anlehnung an frühneuzeitliche Vorbilder rekonstruiert.
Anfang der 80er rückte die Stadt erneut in den Blick internationaler Aufmerksamkeit: Die polnische Gewerkschaft Solidarność, angeführt von Lech Wałęsa, begann in der Danziger Werft ihren Widerstand gegen die kommunistische Herrschaft.
Blick vom Langenmarkt auf das Grüne Tor 2004
Buch-Tipp: Lob des Imperiums. Der Untergang Roms und die Zukunft des Westens Interessante Geschichte der Spätantike und der Gegenwart Über die Spätantike ist auch vielen historisch interessierten Menschen nicht viel bekannt. Man kennt die römische Geschichte der Zeit Cäsars und Augustus', und weiß auch noch über Caligula und Nero Bescheid. die über 400 Jahre, die danach kamen, sind aber vielen Menschen unbekannt.... |
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Mit dem Fall des eisernen Vorhanges verbesserte sich auch die Lage der kleinen deutschen Minderheit, die in Danzig verbleiben konnte. In dem Jahre 1990 wurde der Bund der Deutschen Minderheit in Danzig gegründet.
Bald darauf begannen jüngere polnische Danziger, die bislang versteckten Spuren des deutschen Danzig zu entdecken; diese Suche nach lokaler Identität ist auch heute noch in dem Gange. Zu den wichtigsten Personen dieses Identitätsdiskurses zählen der liberale Politiker Donald Tusk sowie die Schriftsteller Paweł Huelle und Stefan Chwin.
Günter Grass fasst in dem Roman Die Blechtrommel die Geschichte Danzigs lapidar so zusammen (bevor er sie ausführlicher nachzeichnet):
- Zuerst kamen die Rugier, dann kamen die Goten und Gepiden, sodann die Kaschuben, von denen Oskar in direkter Linie abstammt. Bald darauf schickten die Polen den Adalbert von Prag. Der kam mit dem Kreuz und wurde von Kaschuben oder Pruzzen mit der Axt erschlagen.
- Das geschah in einem Fischerdorf und das Dorf hieß Gyddanyzc. Aus Gydannyzc machte man Danczik, aus Danczik wurde Dantzig, das sich später Danzig schrieb, und heute heißt Danzig Gdańsk. (Die Blechtrommel, Luchterhand 1959, S. 379)
Siehe auch:
Buch-Tipp: Mit dem Wohnmobil nach Polen 1. Der Norden. Pommern, Danzig, Ostsee, Masuren Tourenbuch mit geschichtlichem Hintergrund Wir haben mit dem Buch (1. Auflage) bereits drei Reisen durch Polen unternommen. Durch die Verbindung von geschichtlichen Abrissen und gleichzeitiger Nennung von Übernachtungsmöglichkeiten war uns dieser Reiseführer sehr hilfreich. Die Beschreibung der Übernachtungsplätze hätte ausführlicher sein... |
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Danzig ist der Startpunkt des Radweges EuroVelo 9 (die Baltische See - Adria oder Bernsteinroute), der von Danzig durch Polen, Tschechien, Österreich, Slowenien und Kroatien läuft. EuroVelo 10 (die Baltische See-Runde oder die Hanse-Runde) läuft auch durch Danzig.
Buch-Tipp: Märchenmond. Bild am Sonntag-Fantasy-Bibliothek Band 1 Ich habe ja schon viel von Hohlbein gelesen aber das war mit Abstand der beste. Eigentlich dachte ich, sei ich aus dem Alter der Märchen schon lange raus. Aber dieses Buch ist so faszinierend geschrieben, daß ich es nicht aus der Hand legen konnte. Absolut schön geschrieben. Man versinkt in eine völlig andere Welt und kann vom nicht stets so... |
Personen (geb. in Danzig) | |
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